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04.03.2011

Grüne Lieferkette zahlt sich aus

Die Zusammenarbeit mit nachhaltigen Zulieferunternehmen und die konsequente Optimierung des Lieferkettenmanagements nach CO2-Gesichtspunkten ist für Unternehmen ein wesentlicher Hebel, um Kosten zu einzusparen.

 
 

Dies geht aus dem „Supply Chain Report 2011“ der Non-Profit-Organisation Carbon Disclosure Project (CDP) und A.T. Kearney hervor, die hierfür von klimarelevanten Daten von weltweit führenden Konzernen und mehr als 1000 Zulieferunternehmen erhoben und ausgewertet haben. Mehr als die Hälfte aller Konzerne und ein Viertel aller Zulieferer verzeichnen durch nachhaltige Lieferketten Kosteneinsparungen.

86 Prozent der CDP-Supply-Chain-Unternehmen sehen weitreichende Wettbewerbsvorteile durch die enge Zusammenarbeit mit Zulieferern – allen voran ein verbesserter Return on Investment. Im Jahr 2009 waren dies lediglich 46 Prozent. Der Anstieg bestätige, dass eine konsequente nachhaltige Ausrichtung beim Lieferkettenmanagement und im Einkauf nicht nur der Umwelt hilft, sondern auch die Kosten drückt.

Mehr als 79 Prozent der CDP-Supply-Chain-Mitgliedsunternehmen besitzen mittlerweile eine übergreifende Nachhaltigkeits-Strategie. Im vergangenen Jahr waren es erst 63 Prozent. Entsprechend hoch ist auch die Bedeutung der Nachhaltigkeit im Bereich Lieferkettenmanagement. Die wachsende strategische Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit hat im vergangenen Jahr geradezu einen Dominoeffekt innerhalb der Lieferketten der globalen Konzerne ausgelöst. So bieten bereits 41 Prozent der Unternehmen Schulungen für ihre Mitarbeiter an, wenn sie Vorschläge zur CO2-Reduktion in der Lieferkette machen. Diese werden in 25 Prozent der Unternehmen besonders honoriert.

Groß ist auch das Interesse, den CO2-Anteil in Produkten exakt zu bestimmen. 69 von 100 befragten Führungskräften sind sich sicher: Veränderte Kundenbedürfnisse führen dazu, dass Unternehmen künftig eine stärkere Gewichtung auf grüne Produkte legen müssen. Ein Viertel der Befragten gibt an, dass die Schonung von Ressourcen an oberster Stelle steht. Dies hat eine Studie des Kerkhoff Competence Centers of Supply Chain Management an der Universität St. Gallen und dem Institut für Demoskopie Allensbach zum Thema „Grüne Beschaffung“ ergeben. Vor allem die CO2-Reduktion bewegt derzeit viele Unternehmen.

„CO2 steckt heute in praktisch jedem Produkt“, sagt Frank Weinert, Geschäftsführer des auf Kostenkalkulation spezialisierten Beratungsunternehmens costdata Cost Engineering in Düsseldorf. CO2 fällt bereits bei der Gewinnung der benötigten Rohstoffe wie Öl und Erz an, beim Transport, bei der Veredelung von Rohstoffen und schlussendlich auch bei der Montage. Weinert: „Die Frage ist nur: Wie viel CO2 steckt denn nun genau in meinem Produkt? Wie bei der Ermittlung der Kosten können Spezialisten heute auch den CO2-Anteil in Produkten ermitteln. Anstatt die Kostenparameter zu untersuchen, durchleuchten wir in jedem Fertigungsschritt und bei allen Einzelheiten den Anteil an CO2, der bei der Produktion einer Ware anfällt.“

Dies ermöglicht es Unternehmen zukünftig, gezielt die Produkte zu optimieren, um den CO2-Anteil zu reduzieren.

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