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09.07.2018

„Das Perfekte ist nicht erstrebenswert“

Chong-Ho Hwang, Senior Manager beim Beratungsunternehmen Kerkhoff Consulting, über die Herausforderung, mutige Digitalisierungsprojekte auch erfolgreich zu Ende zu führen.

INDUSTRIEMAGAZIN: Herr Hwang, wie tut sich die mittelständische Industrie beim Aufsetzen neuer disruptiver Geschäftsmodelle?

Chong-Ho Hwang: Wir beobachten immer häufiger, dass Unternehmen eine nicht erreichbare hundertprozentige Lösung anstreben. Digitale Innovationen sind ein kontinuierlicher Prozess, Lösungen können stetig weiterentwickelt beziehungsweise angepasst werden. Hier ist es wichtig den Mut zu haben, auch eine scheinbar nicht finale Lösung zu implementieren, wenn ein Mehrwert bereits ersichtlich ist. Das Feintuning erfolgt meist durch die operative Ausführung der Anwender in der Stammorganisation. Im Falle von disruptiven Innovationen darf auch das Augenmerk auf die zu beendenden Prozesse, Strukturen und Produkte nicht verloren gehen. Eine klare Exit-Strategie muss vorhanden sein, damit bei einer erfolgreichen Innovations-Initiierung die disruptive Historie nicht zum Stolperstein wird.

INDUSTRIEMAGAZIN: Was heißt das für die Beziehungsräume in den Unternehmen?

Hwang: Häufig ist es erforderlich, eine Neuausrichtung der Firmenkultur zu initiieren. Die Angst vor Innovationen, sei es evolutionärer oder aber auch revolutionärer, also disruptiver Art, muss der Stammorganisation genommen werden.

Es ist wichtig, dass die Belegschaft rechtzeitig informiert und involviert wird, außerdem müssen die Ziele, der Zweck, aber auch die Konsequenzen der Innovation ausreichend kommuniziert werden. Selbstverständlich läuft dies nicht immer reibungsfrei. Umso wichtiger ist es, die Chancen der Innovation stärker herauszuarbeiten und dabei die Risiken nicht zu ignorieren.

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