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03.07.2012

Angespannte Personalsituation: Gute Einkäufer sind rar

Österreichische Unternehmen finden keine Einkäufer

Rund zwei Drittel der österreichischen Unternehmen brauchen für die Neubesetzung ihres Einkaufschefs mehr als acht Monate. Ein Fünftel benötigt vier bis sechs Monate. Das ist das Ergebnis einer Studie der Personalberatung Penning Consulting, von Kerkhoff Consulting und dem Forum Einkauf des Österreichischen Produktivitäts-und Wirtschaftlichkeits-Zentrums (ÖPWZ), für die 175 Unternehmen befragt worden sind. Nicht einmal 20 Prozent der befragten Unternehmen haben für strategische Positionen im Einkauf einen internen Nachfolger parat. 31 Prozent sind aber auch der Meinung, dass externe Bewerber die fachlichen Anforderungen häufig nicht erfüllen.

"Österreichische Unternehmen offenbaren eklatante Lücken in der Rekrutierung neuer Einkaufsmitarbeiter. Obwohl eine Besetzung sehr lang dauert und die Bewerber häufig nicht über die passende Eignung verfügen, entwickelt man intern keine Nachfolger. So lässt sich in einer ungünstigen Situation über Monate eine ganze Abteilung lahm legen", so Stephan Penning, Geschäftsführender Gesellschafter von Penning Consulting in einer Aussendung. Auch die Rekrutierung eines strategischen Einkäufers dauere bei 56 Prozent der Unternehmen länger als acht Monate.

Selbst bei Facheinkäufern (56 Prozent) und Sachbearbeitern (57 Prozent) schafft es nach eigener Angabe die Mehrheit der Unternehmen nicht, die Positionen innerhalb von acht Monaten neu zu besetzen. Immerhin gelingt es einem Viertel der befragten Unternehmen, Sachbearbeiter innerhalb von zwei Monaten einzustellen.

Wenig Investition in Ausbildung

"Die erhobenen Zahlen verdeutlichen, dass in den vergangenen Jahren viel zu wenig in die Ausbildung von Einkäufern investiert worden ist", so Gundula Jäger, Geschäftsführerin von Kerkhoff Consulting Österreich. Es gebe in Europa kaum Universitäten, die speziell Einkaufs- und Supply-Chain-Spezialisten ausbilden. Gleichzeitig würden bei stets komplexer werdenden internationalen Lieferketten aber genau diese Leute benötigt. Und das führe nun zu einer angespannten Personalsituation.

"Gute Einkäufer kennen häufig gute Einkäufer", so Jäger. Dementsprechend werde diese Möglichkeit zur Personalgewinnung von viel zu wenigen Unternehmen eingesetzt, um Vakanzen schnell zu besetzen. Auch externen Rat, wie Beratung durch Personalberater nutzen weniger als die Hälfte der befragten österreichischen Unternehmen (49 Prozent).

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