Supply Chain Management

Kürzere Innovationszyklen, anspruchsvollere Produkte, zunehmende Wertschöpfungsstufen und eine immer weiter fortschreitende Globalisierung, verbunden mit entsprechenden Chancen und Risiken: Das Supply Chain Management hat den Anspruch, diese Komplexität vollständig zu meistern.

Unternehmen, die eine Supply-Chain-Strategie verfolgen, differenzieren sich vom Wettbewerb. Sie sind in der Lage, sich neu ergebende Marktchancen zu antizipieren, Marktrisiken frühzeitig zu erkennen und auf Veränderungen flexibler zu reagieren. Diese Unternehmen begegnen dem Unerwarteten nicht unvorbereitet, den sie haben Zugriff auf unterschiedliche Handlungsszenarien. Sie setzen sich mit ihren Märkten, ihren Zulieferern und deren Prozessen auseinander und pflegen - auf der Basis der gewonnen Erkenntisse - ihr Marken- und Produktimage. Sie können vergleichbare Produkte und Services zu geringeren Kosten anbieten und sich damit langfristig den Ausbau von Marktanteilen sichern.

Supply Chain Strategie

Die Supply Chain Strategie folgt konsequent der Geschäftsstrategie und definiert die Grundausrichtung zur Gestaltung von Prozessen, Organisation und IT-Systemen. Die Betrachtung reicht dabei vom Kunden bis zum Lieferanten und hat zum Ziel, nicht nur den aktuellen, sondern auch den künftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Beispielhafte Projektinhalte sind:

  • Definition und Umsetzung von Supply-Chain-Strategien
  • Definition und Umsetzung von Organisations- und Prozessmodellen
  • Durchführung von Supply-Chain-Potenzialanalysen

Supply Chain Organisation

Funktionale Organisationsstrukturen kommen in einer erweiterten Betrachtung rasch an ihre Wirkungsgrenzen. Mögen sie unter unternehmensinterner Perspektive auch plausibel sein, werden sie der konsequenten Ausrichtung auf die Kundenanforderungen jedoch nicht mehr gerecht. Die Zusammenarbeit in intensiven Lieferanten- und Logistikpartnerschaften erfordert einen weiter gesteckten Horizont und hat andere Arbeitsinhalte und Ziele zu erfüllen, als von einer „klassischen“ Einkaufsorganisation zu erwarten sind.

Beispielhafte Projektinhalte sind:

  • Definition und Einführung einer prozessorientierten Ablauforganisation
  • Ableitung und Einführung der erforderlichen Aufbauorganisation
  • Schulung und Weiterbildung der Akteure (Training on the Job)
  • Begleitung des Organisationswandels durch ein Change Management

Supply Chain Prozesse

Sämtliche Prozesse werden auf Grundlage des ressourcenoptimalen Einsatzes aller Warenströme (Rohstoffe, Halbfertig-, Fertigwaren) ausgerichtet. Von der Wertschöpfung der Lieferanten, manchmal selbst Vorlieferanten,  entlang der gesamten Lieferkette über die Wertschöpfungsprozesse im eigenen Unternehmen bis hin zum Kunden. Jeder Einzelprozess wird in einem hohen Detailgrad zerlegt, definiert, überprüft und eingeführt. Es werden übergreifende Abstimmungs-, Prüfungs- und Qualitätssicherungsprozesse für eine wirksame Prozesssteuerung sichergestellt.

Beispielhafte Projektinhalte sind:

  • Einführung und Optimierung von End-to-End-Prozessen
  • Integration fachübergreifender Planungs- und Abstimmungsprozesse
  • Resourcenoptimierter Ausgleich unterschiedlicher internen Bedürfnisse

Supply Chain Planning

Grundlagen einer agilen und flexiblen Lieferkette sind die Planung und deren konsequente Umsetzung. Vertriebs-, Produktions-, Lager-, Beschaffungs- und Logistikplanung gilt es unternehmensübergreifend nach einheitlichen Vorgaben aufzustellen und zu konsolidieren. Die relevanten Planungsparameter für Lieferanten und Kunden sind herauszuarbeiten, und der Datentransfer in die jeweiligen EDV-Systeme ist sicherzustellen, um die bestmögliche IT-Unterstützung für effiziente Prozesse zu nutzen - intern, abteilungsübergreifend bzw. gesellschaftsübergreifend und in der Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten.

Beispielhafte Projektinhalte sind:

  • Einführung von Sales, Inventory & Operations Planning (SI&OP)
  • Sales & Demand Planning
  • Supply Planning
  • Inventory Planning
  • (Multi-Site) Production Planning
  • Transportation Planning

Working Capital Management

Negative Effekte im Umlaufvermögen durch eine zu hohe Kapitalbindung werden in vielen Unternehmen noch stark vernachlässigt oder sind schlicht unbekannt. Erhöhen sich Bestände und Forderungsvermögen, sinkt die Liquidität, und damit gehen Investitionsspielräume verloren. Statistiken belegen, dass die Höhe der ausstehenden Forderungen und die Bestandreichweiten in Deutschland auf Rekordniveau liegen. Auch in der Nutzung von Zahlungszielen (Verbindlichkeiten) stecken Potenziale. Das Working Capital Management liefert einen Beitrag, um Liquidität und Geschäftsergebnis zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen zu erhöhen.

Beispielhafte Projektinhalte sind:

  • Working-Capital-Optimierung
  • Bestandsoptimierung
  • Strategische Netzwerkplanung

Supply Chain Controlling

Eine wertschöpfende Supply Chain bedarf aufgrund ihrer Komplexität einer individuellen Steuerung. Ein adäquates Instrument hierzu stellt ein Kennzahlensystem dar, das auf die unterschiedlichen unternehmerischen Bedürfnisse und Zielsetzungen abgestimmt ist. Es dient der Operationalisierung der angestrebten Strategieausrichtung und fungiert als ganzheitliches Kontrollsystem, das sich auf diverse Aggregationsstufen reduzieren lässt. Für die erfolgreiche Steuerung komplexer Wertschöpfungsketten ist eine ganzheitliche Betrachtung sowohl aller Unternehmensbereiche und Gesellschaften als auch aller Lieferanten und Kunden erforderlich. Die bestehenden Schnittstellen gilt es zu identifizieren, steuerbar zu gestalten und bedarfsgerecht im Unternehmensnetzwerk zu verankern.

Beispielhafte Projektinhalte sind:

  • Ableitung von zielgerechten Maßnahmen zur Operationalisierung der Unternehmensstrategie
  • Definition von adäquaten Kennzahlen
  • Implementierung der Kennzahlensysteme in die vorhandenen Unternehmenssysteme
  • Einführung eines aussagekräftigen Kennzahlensystems

Logistik und Distribution

Ein bedeutsamer Bestandteil der Supply-Chain-Kosten sind diejenigen für Transport und Lagerhaltung. Erhöhten Kosten aus einem steigenden Energiebedarf wie aus einer weltweiten Logistik gilt es zu begegnen. Unternehmen, die hier Bestwerte erreichen, stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig.

Beispielhafte Projektinhalte sind:

  • Strategische Netzwerkplanung
  • Transportkostenoptimierung
  • Lageroptimierung

Kerkhoff Consulting - Procurement 4.0